Hmm. Über Pablo Picasso kann man viel schreiben. Der gute Herr hat nämlich einfach sehr lange gemalt. Und viel. Was wiederum zu dem Punkt führt: etwas über Picasso sollte man wissen, denn das kommt ganz gut, wenn man mal hilflos im Museum etc. rumstakst. Denn weil Herr Picasso so viel gemalt hat, hängt auch in jedem besseren Museum der Welt ein bis mehrere Bilder von ihm. Die Wahrscheinlichkeit ahnungslos im Museum rumzustehen und einen Picasso in der Sammlung entdecken zu können ist also relativ hoch. Auch wenn er nicht zu meinen Lieblingsmalern gehört sind außerdem meist tolle Bilder dabei, die man sich vielleicht einfach mal ansehen sollte.
Picasso war einer der wenigen Maler, die es geschafft haben über mehrere Kunstepochen Wegbereiter zu sein. Hauptsächlich im
*Expressionismus (also dem, was man noch erkennen kann, aber schon aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kommt und eher abstrakt wirkt, vor allem durch andersartige Farben und Perspektiven.) und im
*Kubismus (Letzteres ist Abstraktion, mehr als im Expressionismus, man findet mehr Struktur, mehr Linien, also das mehr oder weniger Abstrakte mit vielen Ecken. Sollte nicht zu modern aussehen, das wäre dann schon Pop-Art etc.).
What to say to impress:
Wenn man gerade ein mittelbraunes, mittelgroßes Bild vor sich sieht, das mit schwarzen, kurzen Linien durchzogen ist, die seltsame oder keine Muster ergeben. Meist hängt daneben noch ein weiteres völlig ununterscheidbares, aber eins davon ist von Braque, eines von Pablo, die sich in der kubistischen Phase teilweise wenig unterschieden. Da hat sich der Ausstellungsleiter mal wieder gedacht, er könne das Publikum verwirren, aber man muss das nur souverän angehen.
“Ach schau an, da hängen die beiden mal wieder. Das Motiv der beiden wiederum ist ja bekannt, die Geige, die Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung ihrer kubistischen Arbeit eben. (Motiv = Geige suchen. Nur falls vorhanden, ist aber wahrscheinlich. Man suche nach einer derartigen schwarzen Line). Ist ein weiteres Bild aus der kubistischen Phase Picassos. Kubismus eben.”
Und überhaupt sollte man auf das Spiel der Linien hinweisen, wenn man welche erkennen kann. ;)
Bilder, auf die man verweisen können sollte:
Die Les Demoiselles d’Avignon waren unter anderen Bildern wegbereitend für den Kubismus.
Alles andere ist, außer Guernica, erstmal relativ… bei Letztem zählt vor allem der historische Hintergrund, denn man ist ja erst einmal nur Museumsbesucher und hat ein wenig posieren wollen.
Generell erkennt man Picassos Bilder an einem eher simplen Stil, der dennoch recht viel abstrahiert. Vor allen verzerrende Linien und Farben sind bei seinen Bildern im Vordergrund.
Zusatzfakten:
Er hat nicht nur gemalt, sondern auch Bildhauerei betrieben. Wenn man etwas glattes, in Bronze gegossenes sieht ist es schon sehr wahrscheinlich, einen Picasso vor sich zu haben.
Wenn ich Lust und Zeit dazu habe gibt es demnächst mehr in der Reihe, z.B. Kirchner, Beckmann, Dali, Monet, Magritte und ein wenig Renaissance usw. Klassiker eben.
Wie gesagt, bin ja eher Spontanbloggerin. Mal sehen. Hula.
Was mir aber sehr wichtig ist: Kunst sieht man, nimmt man wahr, erlebt man. Das ist individuell und darum geht es in der Kunst unter anderem auch. Dieser Artikel hat keinerlei Anspruch auf irgendeine Richtigkeit oder Wahrheit. Ich orientiere mich an Onlinediensten und meinem Gefühl als Wahrnehmer im Museum. Nochmal Hula.